• 14.12.2018

Umweltbewusst sein kann jeder.

Die Aktionswoche der Klimaschutz-Unternehmen 2018.

Der Klimaschutz-Unternehmen e.V. veranstaltet in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal anlässlich der UN-Klimakonferenz die Aktionswoche „Klimaschutz gewinnt“, an der die Mitgliedsunternehmen unter dem Motto „Unternehmerischer Klimaschutz zum Mitmachen, Informieren und gemeinsamen Erleben!“ teilnehmen können. Dabei ist es jedem Klimaschutz-Unternehmen selbst überlassen, wie sie diese Woche gestalten. Als Mitglied der Exzellenzinitiative hat auch die Eversfrank Gruppe an der Aktionswoche teilgenommen, die in der Woche vom 26. November bis zum 2. Dezember stattfand. Dabei wurde ein Azubi-Selbstexperiment durchgeführt, bei dem sich drei Auszubildende mit verschiedenen Themenbereichen des umweltbewussteren Lebens auseinandergesetzt haben. Hier sind ihre Berichte. 

Marie Hennschen, 1. Lehrjahr, Kauffrau für Marketingkommunikation – Plastikreduzierung

Da ich bei meinen Eltern wohne, hatte ich zwar den Vorteil, nicht einkaufen zu müssen, jedoch kaufe ich trotzdem in meinen Mittagspausen Brötchen, Kaffee etc. Das erste Hindernis zu Beginn der Woche war der Brötcheneinkauf im Supermarkt, da die Tüten ein Plastikfenster für die Kassierer haben. Um dem Plastikmüll hier zu entgehen, habe ich mir eine Tüte mit meinem Kollegen geteilt und bereits Brötchen für den nächsten Tag gekauft. Somit wurden allein zwei Verpackungen gespart. Auf meinen heißgeliebten Joghurt mit der Ecke zu verzichten, fiel mir in der Woche auch nicht leicht. Oft hole ich mir in der Berufsschulpause einen Kaffee vom Kiosk gegenüber. Hierbei musste ich dann auf den Plastikdeckel verzichten. Bei der Arbeit nutzen wir bereits wiederverwendbare Flaschen. Außerdem habe ich auf Strohhalme verzichtet, eine meiner Meinung nach sehr einfache Maßnahme. Strohhalme kann man übrigens auch sehr gut mit langen Makkaroni ersetzen. Allgemein habe ich mir in dieser Woche viel von Zuhause mitgenommen oder mir lieber ein Brötchen vom Bäcker geholt um dem Plastikfenster im Supermarkt aus dem Weg zu gehen. Während der Woche wurde mir bewusst, dass wir heutzutage von Plastik umgeben sind. Vor allem was den Lebensmitteleinkauf und -konsum des Otto Normalverbrauchers angeht, kommt man kaum um Plastikverpackungen herum. Man will jedoch auch nicht auf diesen Komfort verzichten. Einfache Maßnahmen, die sicher jeder ergreifen kann sind: immer einen Jutebeutel dabeizuhaben (getreu dem Motto „Jute statt Plastik“), auf Strohhalme zu verzichten, sein Essen im Voraus zu planen, von Zuhause mitnehmen und in Lunchboxen zu packen, Wasser in Glasflaschen kaufen oder den Luxus des fließenden und genießbaren Leitungswassers nutzen und sich seine wiederverwendbare Flasche am Wasserhahn auffüllen (denn auch aus PET-Flaschen entstehen Kunststoffabfälle) sowie seinen eigenen Kaffeebecher zum Café oder Kiosk seines Vertrauens mitbringen.

Felix Stubbendieck, 1. Lehrjahr, Informatikkaufmann – Irgendwie alles

Ich hatte mich anfangs dem Thema „Wasserverbrauch reduzieren“ gewidmet, habe jedoch relativ schnell gemerkt, dass ich bereits wenig Wasser verbrauche. Daraufhin habe ich viel darüber nachgedacht, welches andere Thema bzw. welchen anderen Bereich ich mir vornehmen könnte, bin allerdings zu dem Schluss gekommen, dass ich auch ohne Fokus auf ein bestimmtes Thema umweltbewusst agieren kann. Ich bin diese Woche nur mit Rad und ÖPNV gefahren, anstatt mit dem Auto. Allerdings fahre ich sowieso fast nie Auto, das war nicht wirklich schwer durchzuhalten. Beim Einkaufen habe ich darauf geachtet, regionale Ware zu kaufen und bei Getränken Glas anstatt Plastikflaschen zu nutzen. Bei diesem Punkt nehme ich mir auch für die Zukunft vor, mehr an den Umweltschutz zu denken. Also auch, wenn die Aktionswoche vorbei ist, umweltbewusster einzukaufen und gelegentlich auf meine geliebte Buttermilch zu verzichten. Während des Experiments ist mir außerdem aufgefallen, wie viel Energie für Weihnachtsbeleuchtung aufgewendet wird. Rein aus religiösem bzw. traditionellem Grund seinen Energieverbrauch derart zu steigern, ist meiner Ansicht nach leicht schockierend in der heutigen Zeit. Meine Eltern haben mich generell schon sehr umweltbewusst erzogen, also verhalte ich mich bereits dementsprechend relativ umweltfreundlich.

Niklas Knuth, 2. Lehrjahr, Industriekaufmann – Verzichten aufs Auto

Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, auf das Auto im Alltag zu verzichten. Wie ich feststellen durfte, war dies gar nicht mal so einfach:
Da ich nicht aus Meldorf oder einem der Nachbardörfer komme, war es für mich nicht möglich, zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeit oder zur Berufsschule zu gelangen. Zwar ist mein Heimatdorf Schafstedt „nur“ ca. 15-20 km von Meldorf entfernt, aber das Klima und meine allgemeine Gemütlichkeit haben es mir dann doch schwer gemacht auf mein Auto zu verzichten. Am Wochenende habe ich jedoch vollkommen auf mein Auto verzichten können: Als ich mich am Freitagabend mit meinen Freunden getroffen habe, habe ich auf mein Fahrrad zurückgegriffen. Ebenso habe ich meine Schwester, die zwar auch in Schafstedt wohnt, zu Fuß besucht und nicht mit dem Auto. Alles in Allem würde ich bei mir selbst sagen, dass ich größere Strecken durchaus mit dem Auto überbrücken würde, einfach um mehr Zeit für andere Dinge zu haben bzw. Vorteile wie längeres Schlafen oder die Wärme und den Komfort eines Autos in Anspruch zu nehmen. Aber trotzdem würde ich niemals zu gemütlich sein und „kleine“ Strecken, vor allem dorfinterne, mit dem Auto fahren. Im Normalfall würde ich auch „mittlere“ Strecken, wie in die ca. 5 km entfernten Nachbarorte Eggstedt oder Süderhastedt, nicht mit dem Auto fahren. Da fahre ich oft, mit dem Rad, gerade wenn man sich dort mit Freunden treffen möchte und sich mit anderen zum Radfahren zusammentun kann. Ich werde weiterhin versuchen mit dem Rad zu fahren, solange es sich anbietet und nicht zu weit weg ist bzw. das Wetter mitspielt.