• 19.07.2018

Das St. Pauli Stadion wird zur Kunstgalerie.

Ideenfutter unterstützt die Millerntor Gallery in Hamburg.

Gastbeitrag von Monique Ehlert, Auszubildende zur Kauffrau für Büromanagement in Preetz

Dank der tatkräftigen Unterstützung von 250 ehrenamtlichen Supporter*innen war es in diesem Jahr erneut möglich, das FC St. Pauli Fußballstadion in ein buntes Kunst-, Musik- und Kulturfestival zu verwandeln. Und auch das berüchtigte Kulturwohnzimmer, liebevoll auch „kleine Sofabühne“ genannt, fand wieder seinen Platz im Stadion, dessen Konzept unsere diesjährige Ideenfutter-Jury überzeugte. Das Ganze diente dem guten Zweck, denn die Eintrittsgelder flossen direkt in die Initiative Viva Con Agua.

Zum achten Mal in Folge öffnete die Millerntor Gallery vom 5. bis 8. Juli ihre Tore zu einer Welt voller bunter Farben, Figuren und Töne und bot auch dieses Jahr 4 Tage voller Highlights: 124 Künstler*innen aus 23 Ländern, 47 Musikacts, 26 Kulturbeiträge, 10 Workshops und 4 Resident Artist aus Uganda, Nepal, Äthiopien und Kenia. Dabei konnten 523 Kunstwerke und 1.666m²  bemalte Stadion-Wandfläche bestaunt werden. Mit dieser Vielfalt möchte die Millerntor Gallery nicht nur Kulturinteressierte ansprechen, sondern auch die Besucher*innen erreichen, die bisher wenig oder noch keinen Zugang zu Kunst und Kultur gefunden haben. Durch die verschiedenen Ebenen bietet das Festival Menschen aus aller Welt eine Plattform für Dialog und Austausch sowie für Ideensammlung und Zusammenarbeit. Darüber hinaus können hier Künstler*innen fernab vom Mainstream ihre Arbeit präsentieren.

In einem etwas ruhiger gelegenen Teil des Stadions befand sich das sogenannte Kulturwohnzimmer, das abseits des Trubels als Ort zum Verweilen einlud. In entspannter Wohnzimmeratmosphäre diente es als ideale Bühne für Vorträge, Konzerte und Filmvorführungen. Auch die Organisatoren selbst stellten sich hier vor und informierten über die Tätigkeiten und Ziele von Viva Con Agua und der Millerntor Gallery. Im Fokus stehen hierbei Themen wie die globale nachhaltige Entwicklung der Wasserversorgung. Schließlich fließen die Eintrittsgelder sowie ein Teil der Kunstverkäufe des Festivals direkt in die Projekte von Viva Con Agua, die den Zugang zu Trinkwasser in Ländern ermöglichen, die nicht den Luxus von sauberem Trinkwasser genießen können.

Fotos: Viva Con Agua Arts gGmbH