• 24.02.2016

Google wird linkslastig

Warum Direktmarketing immer attraktiver wird

Ist es Ihnen schon aufgefallen? Seit dieser Woche werden die Ergebnisse der Google-Suche auf dem Desktop anders dargestellt: Es gibt keinerlei Google-Anzeigen mehr auf der rechten Seitenspalte. Ein kleiner Kniff von Google - mit großen Auswirkungen auf das Geld der werbetreibenden Industrie.

Gehen wir den neuen Vorgaben des SEM-Marktführers mal auf den Grund: Die vier obersten Top-Plätze werden wie gehabt als Google-Anzeigen meistbietend versteigert. Darunter folgen zehn Positionen mit den Ergebnissen der organischen Suche. Und ganz, ganz unten kommen nochmal drei bezahlte Anzeigen. Die bisher so günstigen Anzeigen in der rechten Spalte gibt es leider nicht mehr.

Das wird gravierende Auswirkungen haben - ein Bieter Wettstreit um die attraktiven vier Top-Anzeigenplatzierungen wird aufkommen. Denn die Anzeigen auf den Platzierungen fünf, sechs und sieben kommen ja erst nach langem Scrollen unterhalb der zehn organischen Nennungen. Da bei allen attraktiven Keywords wohl alle vier Top-Anzeigen ausgebucht sein werden, erscheint selbst die Nr.1 der SEO-Platzierung erst an fünfter Stelle der Suche. So tief scrollen die wenigsten Nutzer. Für Werbetreibende bedeutet dies erhebliche SEM-Mehrausgaben in zweierlei Hinsicht. Erstens: Höchste Klickpreise bei den Top-4-Anzeigenplatzierungen. Zweitens: Noch größere Anstrengungen im SEO-Bereich, um organische Top-Platzierungen zu erklimmen.

Gibt es Alternativen? Bannerwerbung wird immer günstiger, doch leider werden diese immer weniger angeklickt und inzwischen mit Adblockern ausgebremst. Da hilft ein Blick über den großen Teich...Im Mutterland des Marketings erkennt man gerade, dass gedruckte Werbebotschaften im Briefkasten eine intensivere Wirkung entfalten als Werbebotschaften in Wisch-und-Weg-Medien. Leitartikler sprechen von "Print is back!" - jedoch nicht nach alter Guterberg'scher Manier, sondern unter neuen Bedingungen: Die Botschaften kommen One-to-One zur richtigen Zeit an die richtigen Leute. So wie Eversfrank dies mit Next-Best-Offers in Print-Mailings täglich beweist.

Denn wenn man es richtig macht, dann kostet ein postalisches Direktmailing inklusive Porto weniger als ein Zehntel eines hochgesteigerten Suchmaschinen-Anzeigen-Klicks. Print bietet also mit entsprechenden Response-Elementen nachweislich Conversionrates, die ein mehr als attraktives Preis-Leistungsverhältnis aufweisen.